Prof. Dr. Gerhard Grospietsch

(ambulant, schmerzfrei, ohne Narkose)

Neue Wege zur Befreiung im Intimbereich der Frau

Ich habe in meiner Praxis in vielen, vielen Jahren immer wieder Frauen gesehen, die im Scheidenbereich und/oder im Bereich des äußeren Genitales an oft langwierigen, schwer zu behandeln Problemen mit meist unbefriedigenden Erfolg gelitten haben. Hier gibt es jetzt endlich mit einem vollkommen neuen Behandlungsverfahren, mit einem hochmodernen Laser, die Möglichkeit eine Verjüngung/Regeneration der Scheide und der degenerativen Veränderungen im äußere Genitale durchzuführen. Davon möchte ich gerne berichten

Scheide/Blase

Viele Frauen leiden im Bereich der Scheide und der Blase häufig an

  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Brennen, Juckreiz, Trockenheit der Scheide
  • Inkontinenz
  • Blasenentzündungen
  • Senkungsbeschwerden z.B. nach der Geburt

Betroffen sind vor allem Frauen nach der Geburt, während der Stillzeit, bes. häufig auch im Klimakterium oder Frauen nach Chemotherapie oder Bestrahlung bzw. nach operativer Entfernung der Eierstöcke.

Ursache ist meist ein Hormonmangel, der in der Scheidenwand, in der Blase und im Schließmuskel der Blase zu degenerativen Veränderungen führt.

Frauen in den Wechseljahren leiden zu etwa 50 % an einer mehr oder weniger ausgeprägten Blasenschwäche, die sich in Harnverlust (Inkontinenz) und immer wieder auftretende Infektionen äußern kann und zu etwa 80 % an Scheidenveränderungen, die wir als Atrophie bezeichnen. Die Scheidenhaut wird dünner, trockener, weniger elastisch und ist leicht verletzlich. Auch die Schleimhaut der Blase und des Schließmuskels sind von diesen degenerativen Veränderungen betroffen, sowie die Stütz-und Haltefunktion des Beckenbodens, die zu einer Senkung, besonders bei Veranlagung durch eine Bindegewebsschwäche, führt.

Schmerzen beim und nach dem Geschlechtsverkehr mit Brennen, Juckreiz und Trockenheit der Scheide sind die Folge. Die sexuelle Erregung, die durch Sekretbildung im äußeren Genitalbereich zum Feuchtwerden des Scheideneingangs führt, lässt nach oder tritt gar nicht mehr ein. Es entwickelt sich ein Libidoverlust. Häufig kommt es auch zu leichten Blutungen, die die Frauen sehr beunruhigen. Daraus entstehen sehr oft ausgeprägte sexuelle Probleme. Verständlicherweise versucht die Frau den schmerzhaften Geschlechtsverkehr zu vermeiden.

Die Therapie mit Cremes, Gleitmitteln und Hormonen bringt oft nicht den erwünschten Erfolg. Häufig werden auch Hormone aus Furcht vor Nebenwirkungen abgelehnt oder dürfen zum Beispiel nach einer Brustkrebserkrankung nicht benützt werden.

Blasenschwäche betrifft einerseits den Verschlussmechanismus und andererseits die Anfälligkeit für Infektionen.

Mit zunehmendem Alter leiden immer mehr Frauen an einer Inkontinenz. Bei körperlicher Belastung wie z.B. Husten, Lachen, Niesen, Heben von schweren Lasten oder Treppensteigen kommt es zu einem ungewollten Urinabgang. Häufig ist auch ein Gefühl dringend auf die Toilette zu müssen und es nicht mehr zu schaffen um dann festzustellen, dass sich nur wenig in der Blase gesammelt hat. Mit kaum jemand kann man über diese peinlichen Situationen sprechen.

Ein anderes Problem sind die immer wieder und immer häufiger auftretenden Harnwegsinfektionen, die sich nicht mehr mit Blasenstee, Cranberry und anderen konservativen Mitteln beherrschen lassen. Häufig müssen Antibiotika eingenommen werden, die neben einer Resistenzentwicklung der Bakterien zu vielen anderen Nebenwirkungen z.B. durch Zerstörung der Darm- und/oder Scheidenflora zu Durchfall und/oder Scheidensentzündungen führen.

Wegen all dieser lästigen, schwierigen, schwer zu therapierenden und mit vielen Rückfällen versehenen Belastungen des Körpers wurde viele viele Jahre nach therapeutischen Alternativen gesucht.

Jetzt hat man mit einer speziellen CO2 Lasertherapie einen einfachen Lösungsansatz für all die oben genannten Probleme gefunden.

Das Zauberwort heißt Fem Touch.

Es ist eine -im Gegensatz zu anderen Lasertherapiemethoden-  besonders effektive Therapie. Sie ist zudem schmerzfrei, ohne Vorbehandlung, ohne Nebenwirkungen, ohne Narkose, ohne Nachbehandlung, hormonfrei, ambulant in wenigen Minuten, in 2-3 Sitzungen durchführbar.

Der behandelnde Gynäkologe führt den sterilen Fem Touch Laser in die Vagina ein, um ihn dann anschließend in einer auswärts gerichteten Bewegung um die eigene Achse zu drehen. Dabei werden in bestimmten Abständen CO2 Lasersignale in die Scheidenhaut eingebracht. Durch diese Maßnahme wird die Durchblutung der Scheidenhaut, die Kollagenproduktion, die Produktion elastischer Fasern und dadurch die Regeneration der Scheidenhaut, des umgebenden Gewebes, sowie der Harnröhre und der Blasensschleimhaut angeregt.

Vom Gefühl her ist es ähnlich der einer Ultraschalluntersuchung durch die Scheide, die jede Frau kennt. Manchmal kann ein leichtes, aber nicht unangenehmes, Wärmegefühl in der Scheide entstehen.

In 2-3 Sitzungen bedeutet dies eine Wiederherstellung der normalen Scheidenfunktion, mit Straffung des Bindegewebes und Besserung der Blasenfunktion. Geschlechtsverkehr ist wieder normal möglich. Die Probleme des immer wieder auftretenden dringenden Harndrangs -kann ich die Toilette noch erreichen? – und des unwillkürlichen Harnverlustes reduzieren sich, im Idealfall normalisieren sie sich. Gleichzeitig tritt eine Straffung des Bindegewebes des Beckenbodens auf, gekoppelt mit der Besserung und Prophylaxe von Senkungsbeschwerden.

Diese innovative neue Therapieform ist ein großer Fortschritt zur Verbesserung der Lebensqualität vieler Frauen.

Äußeres Genitale

Lichen sclerosus et athrophicans

Eine besonders belastende Erkrankung, für Gott sei Dank nur wenige Frauen, ist der sog. Lichen sclerosus et athrophicans auch unter dem Namen Kraurosis Vulvae oder Vulvadystrophie bekannt. Es ist eine degenerative Erkrankung die schon in sehr jungem Alter, gelegentlich schon vor der Pubertät, auftreten kann. Sie ist gekennzeichnet durch eine weißlich-porzellanartige Haut des äußeren Genitales in sehr unterschiedlicher Ausprägung und kann sich auf den Bereich des Dammes bis zum After ausbreiten. Sie ist vergesellschaftet mit einer Schrumpfung und Sklerosierung der Haut und des darunterliegenden Bindegewebes. Die Ursache ist bisher nicht bekannt man diskutiert eine Autoimmunerkrankung.

Die betroffenen Frauen leiden oft an einem quälenden Juckreiz, sowie brennenden Schmerzen. Besonders nachts kratzen die Frauen unbewusst und verletzen sich was zu zusätzlichen Beschwerden, oft zu Infektionen, führt. Sehr frühzeitig treten Beschwerden beim Verkehr ein. Bei Eintreten der Schrumpfung ist auch aus anatomischen Gründen in vielen Fällen Verkehr nicht mehr möglich. Diese Veränderungen gelten als Präkanzerosen, da in etwa 5 % ein Karzinom entstehen kann.

Therapeutisch kommen infrage lokale Therapien mit Corticosteroiden (Cortison), Östrogenen, Retinoiden (Vitamin A Derivate) und systemisch Retinoide und Immunmodulatoren (Pimecrolimus, Tacrolimus). Extrem selten muss eventuell auch einmal eine operative Entfernung dieser Bereiche durchgeführt wurden, eine verstümmelnde Operation.

Alle therapeutischen Maßnahmen sind extrem unbefriedigend und können die Beschwerden des voranschreiten der Erkrankung nicht wirklich beherrschen.

Deshalb ist die CO2 Lasertherapie, die mit einer lokalen Anästhesie, ambulant und schmerzfrei durchführbar ist und zu einer Regeneration des betroffenen Bereiches, verbunden mit einer Verbesserung vieler quälender Symptome und der Wiederherstellung der Funktion ein großer Fortschritt.

Mit einem kleinen Aufsatz auf die Haut wird gezielt in einem umschriebenen Bezirk mit exakt definierter Eindringtiefe und Intensität das geschädigte Gewebe denaturiert. Das darunterliegende gesunde Gewebe wird zur Regeneration und dem Wiederaufbau der Haut angeregt. Nach 2-4 Wochen hat sich die Haut weitgehend regeneriert. Die meisten Patienten sind beschwerdefrei, Verkehr ist wieder möglich.

Diese innovative Therapieform ist ein großer Fortschritt zur Verbesserung der Lebensqualität vieler Frauen.